Muskelkater

Muskelkater

Muskelkater

Paul war gestern fleißig und hat seinen Garten umgegraben. Sieht super aus, hat sich gelohnt, Paul fühlte sich lebendig wie lange nicht mehr – aber heute: AUA! Das war wohl ein richtiges Krafttraining. Paul ist fast ein bisschen stolz auf sich, obwohl die Muskeln bei jeder Bewegung schmerzen und dieser Muskelkater ihn wohl die nächsten Tage noch begleiten wird.

Wollen wir dem Ganzen einmal auf den Grund gehen?

Dass ein Muskelkater gleichzeitig Muskeltraining ist, das ist doch Wissenschaft von gestern. Bis vor einigen Jahren hat man angenommen, dass Milchsäure (wissenschaftlich Laktat) an all dem Schuld sei. Gerade bei Schnellkraft würde zu viel davon gebildet, der Muskel übersäuere und würde dadurch aber auch gestärkt und aufgebaut.

Schnee von gestern.

Und was hat‘s es mit dem Muskelkater wirklich auf sich?

Heute ist die Forschung weiter und die neue Erkenntnis ist, dass die Muskeln vor allem bei abrupten Bewegungsabläufen oder Stoppbewegungen Mikrorisse davontragen. In diese Mini-Verletzungen dringt Gewebe-Wasser ein und es entstehen kleine Entzündungen. Allerdings bleiben diese Entzündungsherde erst einmal unentdeckt, weil in den Muskeln zu wenige Nerven sind, die den Schmerz ans Gehirn weiterleiten können. Diese Entzündungsflüssigkeit wird vom Muskel langsam zu den Nerven transportiert, erst dann wird der Schmerz nach Verzögerung an die Schaltzentrale im Hirn weiter geleitet. Daher die große Überraschung am nächsten Tag: Garten super – Paul hinüber.

Übrigens Paul, wusstest Du, dass sich in dem Wort Muskelkater ein anderes Tier versteckt als das, was augenscheinlich drin steht?

Klaro, alles begann im Mittelalter, dieser sagenumwobenen Zeit, wo vieles noch unentdeckt war. „Kater“ ist entstanden aus Katarrh, was damals Entzündung bedeutete. Heute denkt jeder an die männliche Katze. Dafür hat der Muskel seinen Namen von einem Tier: zu der Zeit sagte man, dass beim Anspannen eine Maus unter der Haut zucke, wörtlich: Musculus. Also die zuckende Maus unter der Haut ist entzündet. 

Alles schön und gut, soviel zur Theorie, aber wie wird Paul den Muskelkater denn nun los oder wie kann er ihm das nächste Mal am besten vorbeugen?

Eins ist schon mal klar, wer ansonsten nicht viel trainiert, den erwischt es härter. Paul chillt nun mal gern auch einfach auf dem Sofa. Dann von 0 auf 100 mit Gartenarbeit anzufangen ist nicht die beste Idee.

So kannst Du vorbeugen:

  • Fang langsam an und steigere Dein Pensum. Gilt für Krafttraining genauso wie für Gartenarbeit.
  • Bleib in Bewegung, das senkt das Muskelkaterrisiko. Regelmäßiges Training macht zudem die Muskeln belastbarer.
  • Manche schwören darauf, direkt nach der Belastung die Muskeln in kaltem Wasser abzukühlen. Belegt ist das nicht. Probier es doch einfach aus.

Und wenn es Dich doch erwischt hat:

  • Geduld, Geduld, Geduld. Und Wärme. Ein Bad oder ein Saunabesuch entspannen.
  • Ganz auf Bewegung musst Du nicht verzichten. Versuche aber, die betroffenen Muskeln nicht gleich wieder zu überlasten. Gegen einen Spaziergang oder leichtes Radfahren spricht nichts.
  • Für die ganz Harten (also nicht Paul): eine Faszienrolle kann helfen, wieder Geschmeidigkeit zu erlangen, ebenso leichte Dehnübungen.

Und jetzt: Ab ins Beet oder auf die Hantelbank!
 

 

 
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